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Der Zuiho-in

Tempel mit berühmtem Shigemori Zen-Garten.

Fachartikel über den buddhistischen Tempel und seine Gartenanlage von Sôtai M. Knipphals 2498 nach Buddha

Blick in den Südgarten des Zuiho-in Abb 01: Blick in den Südgarten des Zuiho-in Blick in den Nordgarten Abb 02: Blick in den Nordgarten Einzelne Felsen Impression Abb 02: Einzelne Felsen Impression Der Zuiho-in ist eine Rinzai Zen-Schule und ein Subtempel des Daitoku-ji in Kyoto. Er wurde 1535 erbaut und vom japanischen Jesuiten Otomo aus Kyushu finanziert. Die im Shoin-Stil errichteten Gebäude gehen auf jene Zeit zurück. (Fürst Otomo wurde jedoch 1562 mit Namen Sorin ein buddhistischer Mönch.) Der Nordgarten geht vermutlich auf ihn zurück. Dort ist eine Steinsetzung in Form eines asymmetrischen Kreuzes zu sehen, das jedoch als grafisches Element sich kreuzender Linien schon lange vor dem Kontakt zu Christen in diversen Mustern zu finden ist.
Wie bei fast allen Zen-Anlagen ist auch hier der Garten von immenser Bedeutung. Nord- und Südgarten wurden vom berühmten Teemeister Shigemori Mirei 1961 geplant und gebaut, der damals auch die Kreuzform spekulativ „rekonstruierte“. Der heutige Leiter dieser Zen-Schule ist Meister Shodo Maeda.

Die Interpretationen vornehmlich des Südgartens, Dokuza-tei-en, sind zahlreich und reichen von den mystischen Inseln der Seligen im Westmeer bis hin zur Darstellung des Lachses, während er die letzte Hürde/ Stromschnelle meistert und zum Drachen wird. Dieser Teil der Anlage geht nahtlos in jenen vor dem Teehaus Yohkei-an über, zu dem einige Wegsteine führen. Meister Shigemori verzichtete hier auf die sonst üblichen Bäume eines Teegartens (Roji = taubedeckter Grund = ewig junger Pfad Buddhas genannt).
Desgleichen im Nordgarten (Kanmin-tei), der direkt vor dem zweiten Teehaus (Ansho-ken) liegt. Dieses ist sowohl durch den Garten mit der typischen Nigiri Guchi Tür oder durch Shoji-Türen betretbar, als auch über einen überdachten Holzsteg von Osten her. Hier ist die Position des Gastgebers seitenverkehrt angelegt. Der Vorraum zwischen Mizuya (Vorbereitungsraum) und Chasitsu (Teeraum) diente den Dienern des adligen Gastes. Lageplan der buddhistischen Tempel in Kyoto

Bildnachweis

// Abb. 01: Blick in den Südgarten des Zuiho-in - Sôtai M. Knipphals // Abb. 02: Blick in den Nordgarten - Sôtai M.Knipphals // Abb. 03: Einzelne Felsen Impression - Sôtai M. Knipphals

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